Mehr Effizienz durch schlaue Planungssysteme
Daten-Analyse Durch die Prognosen von Meteolytix kann der Handel Einkauf und Lagerung besser aufeinander abstimmen
| 27.01.2012 |
Von Tanja Nissen
Die Tomaten leuchtend rot. Die Champignons ohne Druckstellen und Verfärbungen. Solch frisches Gemüse wünschen sich Björn Christensen und Meeno Schrader immer im Supermarkt - und mit ihnen Millionen anderer Verbraucher. Nur dass die zwei Unternehmer aus Kiel auch eine Lösung anbieten, die verhindern soll, dass zu viel abgelaufene, vergammelte Ware in den Regalen liegt. Das ärgert nämlich nicht nur den Kunden, sondern auch den Einzelhändler.
Die Tomaten leuchtend rot. Die Champignons ohne Druckstellen und Verfärbungen. Solch frisches Gemüse wünschen sich Björn Christensen und Meeno Schrader immer im Supermarkt - und mit ihnen Millionen anderer Verbraucher. Nur dass die zwei Unternehmer aus Kiel auch eine Lösung anbieten, die verhindern soll, dass zu viel abgelaufene, vergammelte Ware in den Regalen liegt. Das ärgert nämlich nicht nur den Kunden, sondern auch den Einzelhändler.
Wie die zwei das schaffen wollen? Christensen betreibt seit einigen Jahren ein Institut für Datenanalyse. Es ist ein Spin-off - quasi ein Ableger - des Instituts für Weltwirtschaft, wo der Volkswirt viele Jahre arbeitete. Schrader gilt mit seiner Firma WetterWelt als Schleswig-Holsteins Wetterexperte Nummer eins. Vor zwei Jahren haben die beiden nun noch eine gemeinsame Firma gegründet: Meteolytix. Das Start-up erstellt für Einzelhändler, Dienstleister und andere Branchen Prognosen darüber, mit wie vielen Kunden diese in den kommenden Tagen rechnen müssen. Und wie hoch der Absatz sein wird, aufgeschlüsselt nach einzelnen Produkten. Das Alleinstellungsmerkmal, das das junge Unternehmen vermutlich deutschlandweit besitzt: Es berücksichtigt in seinen Analysen alle denkbaren Einflüsse für die es statistische Werte gibt. Beispiel: Bei der letzten Angebots-Aktion im November wurden so und so viele Tomaten verkauft. Der Bierumsatz beim letzten Straßenfest. Die Nachfrage nach frischen Brötchen, seitdem der Konkurrent um die Ecke nur noch abgepackte Ware verkauft. Und all diese Daten kombiniert das Unternehmen dann auch noch mit detaillierten, ortsbezogenen Wettervorhersagen.
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