„Gemeinsame Verantwortung“
Sicherheit auf See Der Vorsitzende des Arbeitskreises Küste der Bundestags- fraktion CDU/CSU, Ingbert Liebing, über Sicherheit im Schifffahrts- und Offshore-Bereich
| 27.01.2012 |
Stefan Lipsky
Auf der Nordsee wird es eng - neben zunehmendem Schiffsverkehr, intensiver Fischerei sowie Öl- und Gasförderung entstehen in den kommenden Jahren Dutzende von Windparks (113 Anträge für Windanlagen liegen vor, 27 Windparks mit rund 2.000 Anlagen sind geplant). Ein hochkarätig besetztes Plenum diskutierte auf Einladung des Arbeitskreises Küste der CDU/ CSU-Bundestagsfraktion Perspektiven. missler sprach mit dem Arbeitskreis-Vorsitzenden Ingbert Liebing (48) aus Nordfriesland.
Auf der Nordsee wird es eng - neben zunehmendem Schiffsverkehr, intensiver Fischerei sowie Öl- und Gasförderung entstehen in den kommenden Jahren Dutzende von Windparks (113 Anträge für Windanlagen liegen vor, 27 Windparks mit rund 2.000 Anlagen sind geplant). Ein hochkarätig besetztes Plenum diskutierte auf Einladung des Arbeitskreises Küste der CDU/ CSU-Bundestagsfraktion Perspektiven. missler sprach mit dem Arbeitskreis-Vorsitzenden Ingbert Liebing (48) aus Nordfriesland.
In der Deutschen Bucht investiert die Wirtschaft Milliarden Euro. Das Seegebiet ist zu einer Industrie-Baustelle geworden, die weder radarüberwacht noch von einer übergreifenden „Bundespolizei zur See" gesichert ist. Eine Regelung des Hubschrauberverkehrs von und zu den Offshore-Windanlagen steht aus. Wie soll Sicherheit für Investoren und Reeder geschaffen werden?
Jeder Betreiber eines Windparks erhält mit der Genehmigung auch Auflagen zur Sicherheit. Was aber fehlt, ist ein übergreifendes Sicherheitskonzept: Es kann doch nicht sein, dass jeder Windparkbetreiber für sich allein alles regeln muss. Auch an Land gibt es die öffentliche Daseinsvorsorge eines Rettungsdienstes. Damit will ich die Windparkbetreiber nicht aus der finanziellen Verantwortung entlassen, aber es gehört zu den Kernaufgaben des Staates, für Sicherheit zu sorgen. Dies muss angesichts zunehmender Offshore-Nutzungen auch für die neuen Herausforderungen auf See gelten.
Im Bereich der Offshore-Windenergie sind schon heute 1.000 bis 2.000 Menschen auf hoher See im Einsatz. Dabei werden die Schwierigkeiten der Bergung von Verletzten, auch aus der Tiefe, bisher unterschätzt. Wann wird es dieses Konzept geben?
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat begonnen, ein derartiges Konzept zu erarbeiten. Dies ist auch dringend notwendig und zeigt, dass diese Kernaufgaben unter früheren Ministern in diesem Ressort vernachlässigt wurden.
Lesen Sie weiter in unserer aktuellen Ausgabe. Fordern Sie Ihre Leseprobe an unter info@missler-online.de
Jeder Betreiber eines Windparks erhält mit der Genehmigung auch Auflagen zur Sicherheit. Was aber fehlt, ist ein übergreifendes Sicherheitskonzept: Es kann doch nicht sein, dass jeder Windparkbetreiber für sich allein alles regeln muss. Auch an Land gibt es die öffentliche Daseinsvorsorge eines Rettungsdienstes. Damit will ich die Windparkbetreiber nicht aus der finanziellen Verantwortung entlassen, aber es gehört zu den Kernaufgaben des Staates, für Sicherheit zu sorgen. Dies muss angesichts zunehmender Offshore-Nutzungen auch für die neuen Herausforderungen auf See gelten.
Im Bereich der Offshore-Windenergie sind schon heute 1.000 bis 2.000 Menschen auf hoher See im Einsatz. Dabei werden die Schwierigkeiten der Bergung von Verletzten, auch aus der Tiefe, bisher unterschätzt. Wann wird es dieses Konzept geben?
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat begonnen, ein derartiges Konzept zu erarbeiten. Dies ist auch dringend notwendig und zeigt, dass diese Kernaufgaben unter früheren Ministern in diesem Ressort vernachlässigt wurden.
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