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Immobilien: Norden boomt

| 27.01.2012 |

Nicht nur der Goldpreis profitierte 2011 von Währungs- und Inflationsängsten sondern auch der Immobilienmarkt. Angesichts  nach wie vor niedriger Hypothekenzinsen wollten auch in Schleswig-Holstein immer mehr Menschen ein Haus oder eine  Eigentumswohnung kaufen.      Die erhöhte Nachfrage blieb nicht ohne Folgen: „Die Immobilien-Preise sind  im ersten Halbjahr  um fünf bis zehn Prozent  gestiegen",  sagte Peter-Georg Wagner vom    Immobilienverband Nord (IVD) mit Blick auf 2011. 

 
Auch der Hamburger Markt  boomte, hier zogen die  Preise  sogar in einfachen Lagen um über zehn Prozent an.  Die  LBS Schleswig-Holstein, die  für die Nord-Sparkassen  Immobilien verkauft, meldete zwischendurch ein Umsatzplus von rund 17 Prozent, nachdem  sie 2010 bereits um 13 Prozent zugelegt hatte. Sorge bereitet Immobilien-Chef Eckehard Schwill die „spürbare Verknappung des Angebotes". Der Markt sei teilweise „leergefegt". So  ist  auf Sylt derzeit  „ so gut wie nichts mehr  zu bekommen" - was die Preise weiter anheize. „Selbst  Zwei-Zimmer-Eigentumswohnungen  in schlechter Lage gehen  für über  200000 Euro weg",  staunt Schwill. Während vormals viele institutionelle Anleger im Norden auf Einkaufstour  waren, sind es jetzt laut IVD vorwiegend Selbstnutzer  und  Kleinanleger, die  Einfamilienhäuser oder Wohnungen suchen.     

Nach Analyse des Internet-Maklers Planethome (Hypovereinsbanken)  lag Schleswig-Holstein 2011 bei der Zahl der Immobilientransaktionen zwischenzeitlich  sogar vor  Niedersachsen und Bayern auf Platz eins. „Immobilien gelten seit der Finanz- und auch jetzt in der Eurokrise als inflationssicher", begründete Planet-Home-Chef Robert Anzenberge die Marktentwicklung.    kim