Deutsche Konten in Chinas Währung

Renminbi Die Commerzbank erleichtert ihren Kunden das Asiengeschäft. Hongkong ist Vorreiter der Internationalisierung

| 19.12.2011 |

Die Commerzbank bietet ihren Firmenkunden in Deutschland ab sofort die Eröffnung von Konten in der chinesischen Landeswährung Renminbi an. Dieses Angebot konnte die Commerzbank bislang nur über ihre Filialen in China machen. Firmenkunden haben nun die Möglichkeit, ihre Handelsgeschäfte in Renminbi abzuwickeln und diese von Deutschland aus grenzüberschreitend direkt nach China zu bezahlen beziehungsweise Zahlungen von dort zu empfangen. "Unser neuer Service ist eine entscheidende Bereicherung unseres Angebots für Firmenkunden, die an den immer wichtiger werdenden deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen partizipieren", erklärte Martin Fischedick, Bereichsvorstand Corporate Banking der Commerzbank.



In den Commerzbank-Filialen in Schanghai, Peking und Hongkong wurden bereits Renminbi-Konten geführt und Geschäfte in der chinesischen Landeswährung abgewickelt. Neben dieser neuen Zahlungsmöglichkeit bietet die Commerzbank zudem das volle Spektrum des dokumentären Auslandsgeschäfts in Renminbi an: Eröffnung und Abwicklung von Akkreditiven, Abwicklung von Inkassi und Erstellung von Bankgarantien.

Als eine der führenden Banken im internationalen Firmenkundengeschäft unterstützt die Commerzbank ihre Kunden dabei, die neuen Geschäftsmöglichkeiten am chinesischen Markt zu nutzen. Chinesische Unternehmen zeigen zunehmendes Interesse, ihre Handelsgeschäfte in Renminbi abzuschließen, um so das Währungsrisiko ins Ausland zu verlagern. Als Geschäftspartner in Deutschland bietet sich umgekehrt die Gelegenheit, Preisvorteile zu nutzen, den Währungskurs bei der Commerzbank entsprechend abzusichern und die eigene Marktposition zu stärken und auszubauen.

Mit der Erweiterung des "Renminbi Trade Settlement Scheme" (RTS) im Juli 2010 hatte die chinesische Regierung Unternehmen in nunmehr 20 Provinzen Chinas gestattet, Import- und Exportgeschäfte in Renminbi abzuwickeln und grenzüberschreitend Renminbi auf Grundlage eines Handelsgeschäfts mit dem Ausland weltweit zu zahlen beziehungsweise zu empfangen. Gleichzeitig agiert Hongkong als "Renminbi Offshore Center" und gilt als Vorreiter für die Internationalisierung des Renminbi.

Neben der Mittelstandsbank ist die Commerzbank in Asien mit dem Investmentbanking-Bereich Corporates & Markets (C&M) vertreten. C&M bietet Firmenkunden und institutionellen Kunden in Europa, Asien und den USA strategische Beratung und ermöglicht ihnen Zugang zu Finanzierung an den Kapitalmärkten und eine breiten Palette von Investment- und Risikomanagement-Produkten in allen wichtigen Anlageklassen. In Asien beschäftigt C&M knapp 100 Mitarbeiter und ist in den wichtigsten Finanzzentren Hongkong, Singapur, Tokio, Peking und Schanghai vertreten. mis