Anlegen in der Krise – in den Emerging Markets
Anlagen Dank des wirtschaftlichen Aufschwungs lässt sich in den Emerging Markets mit Aktien und Anleihen gutes Geld verdienen
| 27.01.2012 |
Sie werden sich fragen: Emerging Markets - ist das nicht zu riskant? Die Frage ist sicherlich berechtigt. Aber schauen wir einmal genauer hin. Das Problem der westlichen Industrienationen liegt in der enormen Staatsverschuldung begründet. Führende Ökonomen, wie zum Beispiel die Wirtschaftsweise Weder di Mauro, gehen davon aus, dass uns dieses Problem noch länger beschäftigen wird. Dabei wird ein Zeitraum von 20 Jahren aufgerufen, oder länger. Die Staatsverschuldung ist kein Problem in den Emerging Markets. Dort gibt es Staaten, die kaum verschuldet sind, die seit vielen Jahren ihre Wirtschaftskraft stärken und deren demographische Entwicklung den westlichen Industrienationen weit überlegen ist.
Auch wenn es etwas in Vergessenheit geraten ist: Es gab Zeiten an der Börse, sowohl in Europa als auch in den USA und in Japan, als man mit Aktien noch gutes Geld verdienen konnte. Nicht in den letzten elf Jahren. Zugegeben. Aber seit den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts bis zur Jahrtausendwende. Im Schnitt waren das gute acht Prozent pro Jahr plus Dividende. Und es gibt gute Argumente, dass die Emerging Markets eine ähnliche Entwicklung noch vor sich haben. „Ich gehe davon aus, dass die Emerging Markets eine ganz ähnliche Entwicklung nehmen werden, wie wir sie in Europa nach dem 2. Weltkrieg erlebt haben. Die wirtschaftliche Prosperität wird durch die Entwicklung der Börsenkurse widergespiegelt werden", sagt Wolfram Neubrander, Geschäftsführer des Hanseatischen Anleger-Clubs (HAC).
Insgesamt gibt es 140 Länder, die man als Emerging Markets bezeichnet. Zwischen diesen gibt es riesige Unterschiede in der wirtschaftlichen Entwicklung. Deshalb sollte man sich in seiner Anlageentscheidung auf diejenigen konzentrieren, die schon eine gewisse Entwicklungsstufe erreicht haben. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bietet dafür einen belastbaren Maßstab. Orientiert man sich also daran, welche Emerging Markets ein Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts jetzt schon erreichen, findet man die unter dem Akronym zusammengefassten BRIC-Staaten. Das sind Brasilien, Russland, Indien und China. Staaten, die in den letzten 15 Jahren schneller gewachsen sind als die westlichen Industrienationen und auf eine entsprechend bessere Börsenentwicklung zurückblicken. Hinzu kommen Staaten wie Mexiko, Südkorea, Türkei und Indonesien, die ebenfalls das Kriterium, ein Prozent-Anteil am weltweiten BIP bereits heute schaffen. Und weitere Länder laufen sozusagen auf der Überholspur und werden dieses BIP-Kriterium bald erreichen. Dazu gehören Nigeria, die Philippinen, Vietnam und andere.
Gerade diejenigen Länder im Gebiet der Emerging Markets, die das BIP-Kriterium erfüllen, wachsen überdurchschnittlich. Insgesamt gesehen stützen die Emerging Markets das weltweite BIP-Wachstum. Das geringere Durchschnittsalter und damit niedrigere Pensionsverpflichtungen sowie eine hohe Konsumbereitschaft sprechen ebenfalls für die Emerging Markets. Der Anteil der Forderungsausfälle bei Anleihen niederer Bonität (unterhalb von „Investment Grade") ist bereits seit 2003 niedriger als der von US- oder EU-Corporates. Man kann sagen, dass die Anleihemärkte in den Emerging Markets „erwachsen" geworden sind. Und: Während die westlichen Industrienationen im Durchschnitt über 100 Prozent des BIP verschuldet sind, haben die Emerging Markets ihre Schulden in den letzten Jahren auf unter 40 Prozent gesenkt. Während Europa gegen die selbst gesetzten Maastricht-Kriterien (60 Prozent Schuldengrenze) munter verstößt, halten die Emerging Markets diese Grenze locker ein.
Der HAC im Internet: www.hac.de
Insgesamt gibt es 140 Länder, die man als Emerging Markets bezeichnet. Zwischen diesen gibt es riesige Unterschiede in der wirtschaftlichen Entwicklung. Deshalb sollte man sich in seiner Anlageentscheidung auf diejenigen konzentrieren, die schon eine gewisse Entwicklungsstufe erreicht haben. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bietet dafür einen belastbaren Maßstab. Orientiert man sich also daran, welche Emerging Markets ein Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts jetzt schon erreichen, findet man die unter dem Akronym zusammengefassten BRIC-Staaten. Das sind Brasilien, Russland, Indien und China. Staaten, die in den letzten 15 Jahren schneller gewachsen sind als die westlichen Industrienationen und auf eine entsprechend bessere Börsenentwicklung zurückblicken. Hinzu kommen Staaten wie Mexiko, Südkorea, Türkei und Indonesien, die ebenfalls das Kriterium, ein Prozent-Anteil am weltweiten BIP bereits heute schaffen. Und weitere Länder laufen sozusagen auf der Überholspur und werden dieses BIP-Kriterium bald erreichen. Dazu gehören Nigeria, die Philippinen, Vietnam und andere.
Gerade diejenigen Länder im Gebiet der Emerging Markets, die das BIP-Kriterium erfüllen, wachsen überdurchschnittlich. Insgesamt gesehen stützen die Emerging Markets das weltweite BIP-Wachstum. Das geringere Durchschnittsalter und damit niedrigere Pensionsverpflichtungen sowie eine hohe Konsumbereitschaft sprechen ebenfalls für die Emerging Markets. Der Anteil der Forderungsausfälle bei Anleihen niederer Bonität (unterhalb von „Investment Grade") ist bereits seit 2003 niedriger als der von US- oder EU-Corporates. Man kann sagen, dass die Anleihemärkte in den Emerging Markets „erwachsen" geworden sind. Und: Während die westlichen Industrienationen im Durchschnitt über 100 Prozent des BIP verschuldet sind, haben die Emerging Markets ihre Schulden in den letzten Jahren auf unter 40 Prozent gesenkt. Während Europa gegen die selbst gesetzten Maastricht-Kriterien (60 Prozent Schuldengrenze) munter verstößt, halten die Emerging Markets diese Grenze locker ein.
Der HAC im Internet: www.hac.de

